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Erwachsene Kinder: Fahrtraining ist besser als ein Autoverbot


Fahrtraining ist besser als ein AutoverbotBild: © Oli_ok - Fotolia.com

Eltern neigen manchmal dazu, ihren erwachsen Kindern das Autofahren zu verbieten. Was gut gemeint ist, schadet jedoch nur, weil die Kinder somit keine Fahrpraxis sammeln. Besser ist es, den Nachwuchs gezielt zu unterstützen und beispielsweise bei einem ergänzenden Fahrtraining anzumelden.

Zahlreiche Eltern klagen darüber, dass die Lebenszeit viel zu schnell zu vergehen scheint. Am besten wird dies an der Entwicklung der eigenen Kinder deutlich. Für die meisten Eltern ist dies vor allem in Bezug auf die Teilnahme am Straßenverkehr eine schwierige Situation: Wenn die Kinder auf am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürfen, ruft dies oft gewisse Ängste hervor. Am größten ist die Angst, ihren Kindern könnten hierbei etwas passieren. Daher ist es kein Wunder, dass so mancher Vater seiner Tochter oder seinem Sohn die Nutzung eines Pkws am liebsten verbieten würde.

Das Autofahren besser nicht verbieten


Viele Eltern verbieten ihren Nachkommen die Nutzung und den Kauf eines eigenen Fahrzeuges. Allerdings sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Hat das Kind erst einmal die Volljährigkeit erreicht und verfügt zudem über ein eigens Auto, lässt sich die Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr verhindern. Zumal dies ohnehin der vollkommen falsche Weg ist. Es macht wenig Sinn, die eigenen Kinder von der Pkw-Nutzung abzuhalten. Schließlich ist dies kein nachhaltiger Schutz.

Viel sinnvoller ist es, die eigenen Kinder hierbei zu unterstützen und letztlich dafür Sorge zu tragen, dass sie möglichst viel Fahrpraxis sammeln. Je mehr Erfahrung besteht, desto größer wird auch die Sicherheit, mit welcher das Fahrzeug genutzt wird. Schließlich kommt niemand aus der Fahrschule und ist umgehend ein guter Autofahrer. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen Prozess, der sich über viele Jahre erstreckt. Eltern sollten daher nicht überlegen, wie sie die Autonutzung unterbinden können. Besser ist es, einen aktiven Beitrag zu leisten, damit die Kinder möglichst viel Erfahrung sammeln.

Junge Autofahrer nehmen Unterstützung gerne an


Um herauszufinden, wie sich junge PKW-Fahrer nach dem Bestehen der Führerscheinprüfung verhalten und welche Maßnahmen sie ergreifen, um mehr Sicherheit zu erlangen, führte Autoscout24 eine Umfragen durch. Die Betreiber des Kfz-Portals befragten Autofahrer im Alter von 18 bis 19 Jahren zu mehreren relevanten Themen.

Unter anderem wurde ermittelt, ob sie bei der ersten Autofahrt alleine in das Fahrzeug gestiegen sind. Die ist jedoch die Ausnahme, die Mehrheit der jungen Kraftfahrer hat sich einen Elternteil in das Auto geholt. Sie gaben an, dass sie sich dadurch besser fühlen.

Eltern, die ihre Kinder unterstützen möchten, treten daher am besten als Beifahrer in Erscheinung. Allerdings ist es wichtig, sich hierbei korrekt zu verhalten. Den jungen Autofahrern geht es in erster Linie darum, eine vertraute Person zur Seite zu haben. Jedoch möchten sie nicht unbedingt besserwisserische Ratschläge erhalten.

Doch genau hierzu kommt es immer wieder. Besonders Vätern fällt es häufig schwer, sich zurückzuhalten. Sie versorgen den Nachwuchs beim Fahren mit Tipps, was natürlich gut gemeint ist. Allerdings haben die jungen Menschen viele Dinge in der Fahrschule anders gelernt, sodass es leicht zu Streitigkeiten kommen kann. Diese gelten wiederum als gefährlich, da sie für Ablenkung sorgen können und somit das Unfallrisiko deutlich steigern. Besser ist es daher, wenn sich Eltern ruhig verhalten und ggf. den einen oder anderen Tipp erst am Ende der Fahrt geben.

Sicherheitstraining ist für junge Kraftfahrer eine gute Sache


Eine bessere Form der Unterstützung besteht darin, junge Kraftfahrer an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen zu lassen. Leider erfolgt dies in der Praxis viel zu selten: Gerade einmal vier Prozent der von Autoscout24 befragten Personen gab an, nach Erhalt des Führerscheins zeitnah ein solches Training absolviert zu haben.

Dabei sind diese Trainings besonders empfehlenswert. In der Fahrschule lernen die Teilnehmer nur, wie sie sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten haben. Im Sicherheitstraining gehen sie einige Schritte weiter, immerhin werden dort auch bestimmte Fahrmanöver gezielt geübt. Vollbremsungen auf nasser Fahrbahn oder Ausweichmanöver werden dort vermittelt, was schlussendlich von großem Nutzen ist - so lernen die jungen Kraftfahrer, ihre Fahrzeuge besser zu kontrollieren und sich in Gefahrensituationen angepasst zu verhalten.

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