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Den passenden Babynamen finden – so geht’s


Babyfinger greift FingerBild: Herausforderung Namenswahl: Mit welchem Vornamen soll der Nachwuchs durchs Leben gehen? - © RitaE@pixabay.com

Bereits während der Schwangerschaft werden werdende Eltern mit großen Aufgaben konfrontiert. Neben der Einrichtung des Kinderzimmers steht nämlich auch die Namensfindung für den Nachwuchs an. Zum Glück gibt es einige wertvolle Tipps, die das Auswählen eines passenden Babynamens erleichtern.

Namensfindung: eine der ersten großen Herausforderungen


Die Zeit der Schwangerschaft ist für werdende Mütter und Väter in erster Linie von Vorfreude geprägt. Zwar gibt es mit der Anschaffung der Baby-Erstausstattung bereits eine wichtige Aufgabe zu erledigen – die wahren Herausforderungen des Vaterwerdens und des Vaterseins kommen jedoch erst später. Das gilt zumindest in der Theorie. In der Praxis hingegen werden Eltern mit einer weiteren Aufgabe konfrontiert, die lebenslange Konsequenzen hat: Sie müssen einen passenden Namen für ihr Kind auswählen.
 
Die Namenswahl ist dabei keine leichte Aufgabe. Zum einen ist die Auswahl an möglichen Vornamen riesig. Zum anderen soll der Babynamen mit dem eigenen Nachnamen harmonieren und beiden Eltern gefallen. Ist der Name einmal gewählt, ist eine Namensänderung nur noch in Ausnahmefällen möglich. Das zeigt sich beispielhaft etwa auf der Seite wiesbaden.de.
 
Dennoch ist die Auswahl des idealen Namens eine Aufgabe, die zu bewältigen ist. Das gilt insbesondere dann, wenn werdende Eltern ein paar wichtige Tipps zur Namenswahl berücksichtigen.

Die Beliebtheit von Vornamen prüfen


Wer noch keine konkrete Idee hat, welchen Namen das eigene Kind tragen soll, kann folgendermaßen vorgehen: In einem ersten Schritt sollte sich ein Überblick über die derzeit beliebtesten Vornamen verschafft werden. Das gelingt mit einer Namenshitliste wie der von babelli.de.

Die Recherche der beliebtesten Vornamen hat gleich zwei Vorteile: Zum einen liefert sie Eltern wertvolle Inspiration. Es lässt sich beispielsweise herausfinden, ob eher altdeutsche, nordische oder geschlechtsneutrale Vornamen bevorzugt werden. Zum anderen lässt sich durch die Recherche vermeiden, dem eigenen Kind einen „Trendvornamen“ zu geben.

Insbesondere Letzteres ist vielen Eltern wichtig. Sie möchten vermeiden, dass ihr Kind später einen Vornamen mit vielen anderen Kindern in einer Kindergartengruppe gemeinsam hat. Durch die Recherche von aktuell besonders beliebten und häufig vergebenen Vornamen lässt sich genau das meist vermeiden.

Einen Namensgenerator nutzen


Eine weitere Möglichkeit, Inspirationen für die Namenswahl zu sammeln, ist die Nutzung eines Namensgenerators. Namensgeneratoren werden auf verschiedenen Websites angeboten und sind einfach zu bedienen:

In einem ersten Schritt können Eltern das Geschlecht ihres Kindes auswählen, für das sie einen Vornamen suchen. Anschließend können der spätere Nachname, gewünschte Anfangsbuchstaben oder bevorzugte Namensherkunft und -art sowie ähnliche Informationen angegeben werden. Anhand der eingegebenen Details erstellt der Namensgenerator dann Vornamensvorschläge, die zu den Ansprüchen der Eltern passen könnten.

Selbstverständlich finden Namensgeneratoren nicht unbedingt den idealen Vornamen. Dennoch können sie dazu genutzt werden, sich die nötige Vornamen-Inspiration zu verschaffen.

Die Anzahl der Vornamen festlegen


Gibt es bereits einige konkrete Namensideen, unterstützt es bei der endgültigen Auswahl, die gewünschte Anzahl der Vornamen festzulegen. Können sich die Eltern nicht auf einen Vornamen einigen, kann es nämlich helfen, etwa einen Doppelnamen in Betracht zu ziehen. Außerdem ist es selbstverständlich möglich, das eigene Kind gleich mit zwei oder sogar drei Vornamen auszustatten. Eine Obergrenze für die Anzahl der Vornamen gibt es dabei nicht (weitere Informationen dazu unter bundestag.de)
 
Wer sich für mehrere Vornamen entscheidet, muss allerdings wählen, welcher Vorname der Rufname werden soll. Auch die Wahl eines doppelten Rufnamens (zum Beispiel Anna-Maria oder Jan-Philipp) ist möglich.

Ruf und Bedeutung des gewünschten Vornamens prüfen


Eltern können prinzipiell frei darüber entscheiden, welchen Vornamen ihr Kind tragen soll. Dennoch ist es sinnvoll, Ruf und Bedeutung bei der Namenswahl zu beachten.
 
Denn zum einen ist es nach wie vor so, dass manche Vornamen mit Vorurteilen belastet sind. Das ist zwar nicht fair – im Schulalltag beispielsweise aber dennoch Realität. Umfragen bestätigten nämlich, dass Kinder mit den Namen Jaqueline oder Kevin von Lehrkräften eher als leistungsschwach eingestuft werden. Cedric oder Sophie hingegen gelten unter Lehrenden eher als fleißig.
 
Außerdem lohnt sich eine kurze Internetrecherche zur Bedeutung des gewünschten Vornamens. Grund dafür: Der Name „Mark“ beispielsweise stammt aus dem Lateinischen und wird mit „der Kriegerische“ übersetzt. Eine Namensbedeutung, die überzeugten Pazifisten weniger zusagen dürfte.

Die Vor- und Nachname-Kombination und Initialen prüfen


Kommen bereits einige Vornamen in die engere Auswahl, sollte überprüft werden, ob Vor- und späterer Nachname miteinander harmonieren. Zwar gibt es, was die Namensharmonie anbelangt, keine allgemeinen „Regeln“ – ungewollt lustige Kombinationen oder Reime sollten jedoch besser vermieden werden. 
 
Ähnliches gilt für die sich ergebenden Initialen: Obwohl Wanja Claßen ein schöner Name sein mag, ergeben sich dennoch die Initialen „WC“ – das ist nur in den seltensten Fällen gewünscht.

Kreativ werden


Buchstaben-Salat bei Scrabble als Symbolbild für kreative NamensfindungBild: Kreativität bei der Namenswahl: Auch ungewöhnliche oder geschlechtsneutrale Vornamen sind erlaubt. - © PublicDomainPictures@pixabay.com

Können sie sich auf keinen „gängigen“ Vornamen einigen oder soll ihr Kind einen einzigartigen Namen tragen, dürfen Eltern kreativ werden. Gesetzlich ist nämlich nur verbindlich geregelt, welcher Geburts- bzw. Nachnamen für ein Kind infrage kommen kann. 
 
Bei der Wahl des Vornamens hingegen sieht das anders aus: Verbindliche Bestimmungen oder Listen zulässiger Vornamen existieren in Deutschland nicht. Auch eigene Vornamenskreationen der Eltern sind daher prinzipiell möglich und erlaubt. Das Standesamt bzw. die zuständige Aufsichtsbehörde kann lediglich die Eintragung von Vornamen ablehnen, die das Kindeswohl gefährden könnten. Eine Ablehnung ist aber nur in Extremfällen (z. B. bei gewünschten Namen wie Judas, Satan oder Sputnik) nötig.  
 
Sind sie nicht dazu geeignet, das Kindeswohl zu gefährden, sind kreative Namensentwürfe hingegen erlaubt. Somit haben kreative Eltern die Möglichkeit, ihr Kind mit garantiert einzigartigen Vornamen zu versehen.

Nicht geschlechtsspezifische Namen in Betracht ziehen


Bis in das Jahr 2008 wurden Standesbeamte angewiesen, ausschließlich Vornamen zuzulassen, die einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden konnten. Nicht geschlechtsspezifische Vornamen durften hingegen nicht als einzige Vornahmen vergeben werden. Viele Eltern wurden durch diese Vorschrift in der Namenswahl erheblich eingeschränkt.
 
Mittlerweile gilt die Einschränkung aber nicht mehr. Das bedeutet: Auch Vornamen, die nicht geschlechtsspezifisch und damit nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, sind zulässig. Sie können vergeben werden, ohne dass ein zweiter, eindeutig männlicher oder weiblicher Vorname gewählt werden muss. Auch Vornamen wie „Lou“ oder „Eden“ sind daher heute unproblematisch wählbar.

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